Transition / Eingewöhungsphase

Jeder Neuanfang bedeutet, bei aller Neugier und Vorfreude auch Abschied von Vertrautem.
Der Eintritt in die Kindertagesstätte und die gesamte Kindergartenzeit sind ein Lebensabschnitt mit eigenständiger Bedeutung für die kindliche Entwicklung. Es ist ein Wendepunkt im Leben der Kinder mit vielen neuen Anforderungen.
Die Dauer der Eingewöhnung hängt von der Individualität des Kindes ab.
Es kann mehrere Monate dauern, bis das Kind ein Kindergartenkind geworden ist.
In der Regel dauert die Eingewöhnung zwischen einer und drei Wochen.

Eingewöhnung in der Krippe:
In der ersten Woche besucht ein Elternteil mit seinem Kind die Einrichtung für eine halbe Stunde. In der zweiten Woche bleibt das Kind für eine halbe Stunde alleine in der Gruppe. Während der Stabilisierungsphase wird die Dauer des Aufenthaltes nach und nach erhöht.

Wichtig ist, dass das Kind beim Bringen und Abholen erlebt, dass sich auch zwischen seinen Eltern und seiner Erzieherin eine vertrauensvolle Beziehung entwickelt hat.

Beobachtung / Portfolio

Gezielte Beobachtung und Dokumentation von Lern-Und Entwicklungsprozessen bilden die Grundlage für unser pädagogisches Handeln.
Um individuell auf den Lern-und Entwicklungsverlauf jedes Kindes einzugehen, haben wir für Kinder von null bis drei Jahren Portfolio, für Kinder von drei bis sechs Jahren Beobachtungsbögen, wie perik, sismik und seldak.
Die Bezugserzieherinnen sammeln über die gesamte Kindergartenzeit Bilder und Bastelarbeiten in Mappen.
Mit digitalen Bilderrahmen im Eingangsbereich jeder Gruppe, lassen wir die Eltern am Alltag ihrer Kinder teilhaben.

Portfolio ist: Eine individuelle Dokumentation der Entwicklung von und für Kinder, sowie eine bleibende Erinnerung.
Für das Kind: Ist es eine intensive Zeitverbringung mit einer Bezugserzerzieherin. Meine Arbeit wird wertgeschätzt.
Für die Eltern: Sie erhalten einen Einblick in den Krippenalltag und können eine umfangreiche Entwicklungsbeobachtung ihres Kindes machen.
Für die Erzieherin: Sie erkennt den Stand in der Entwicklung jedes einzelnen Kindes

Lernarrangements

In unterschiedlichen Lernarrangements bieten wir Lernprogramme an. So können wir die Lernprozesse der Kinder anregen und professionell begleiten.
 
Haus der kleinen Forscher


Im März 2012 erhielten wir offiziell das Zertifikat „ Haus der kleinen Forscher“
Mit den kleinen Forschern wollen wir die natürliche Neugier der Kinder am Forschen und Entdecken wecken und unterstützen. Einmal wöchentlich treffen sich die Kinder zum Experimentieren und erfahren hierbei Interessantes aus den Bereichen:

Luft/ Luftdruck
Wasser
Elektrizität
Magnetismus
Sprudelgase
Licht, Farben, Sehen

Bei den Versuchen beziehen wir uns auf Alltagsituationen. Die Kinder erzählen, was sie über dieses Thema schon wissen. Während des Experimentes tauchen neue Fragen auf, die am Ende des Experimentes nach genauen Beobachtungen beantwortet werden. Anhand des folgenden Beispiels wird ersichtlich, dass Kompetenzen aller Bereiche gefördert werden.

Experiment: "Das geheimnisvolle Schwarz"

Handlung der Kinder Förderung des Bildungsbereichs
   
Kinder malen mit einem schwarzen Filzstift einen Punkt (kleinen Kreis) auf den Kaffeefilter. Sprachkompetenz: Arbeitsaufträge umsetzen, Wortschatzbildung (Kreis, schwarzer Filzstift, Kaffeefilter)
Jetzt füllen die Kinder eine Pipette mit Wasser und tropfen drei Tropfen auf den schwarzen Punkt (in die Mitte). Mathematische Kompetenz: Punkt (Kreis), 3 Tropfen (Geometrie, zählen) In die Mitte (Raum – Lage)
Kinder schauen was passiert, beschreiben ihre Beobachtung, überlegen, warum das passiert ist, ziehen eigene Schlussfolgerungen und tauschen sich aus. (Wasser löst schwarze Farbe auf, Papier saugt sich voll, in Schwarz sind viele Farben) Feinmotorik: Stifthaltung, Pipette halten, Wasser aufnehmen, dosiert tropfen, zielen (Mitte)
Kinder nehmen Filter mit nach Hause und erzählen das Erlebte in der Familie. Sozialkompetenz: Zuhören (leise sein), Rücksicht nehmen, warten bis andere Kinder fertig sind, melden, wenn man etwas sagen möchte
  Wahrnehmung und Beobachtung
  Sprachkompetenz: Beschreiben ihre Beobachtungen, äußern Vermutung und Begründung
  Lernkompetenz: Lernen durch Wiederholung/Lernen durch Lehren, Lernen durch positive Erlebnisse, positiv ansprechende Räume

Vorschulwerkstatt

Die Lernlandschaft bietet für unsere Vorschulkinder im letzten Kindergartenjahr eine interessante und attraktive Lernumgebung. Hier findet täglich zwischen neun und elf Uhr die Vorschulwerkstatt statt. Montags vermitteln wir religiöse und emotionale Inhalte, dienstags schulen wir die mathematische Kompetenz, am Mittwoch können die Kinder ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter entwickeln, am Donnerstag fördern wir die Sprachkompetenz und am Freitag steht das Thema Bewegung im Vordergrund.

Projektarbeit

Hier möchten wir das Projekt Farbenrausch vorstellen, welches speziell für unsere Krippenkinder gedacht ist.
Die Kinder lernen die Farben weiß, grün, rot, gelb und blau in verschiedenen Situationen und Angeboten kennen. Jede Farbe erleben wir vier bis sechs Wochen intensiv in allen Situationen und mit allen Sinnen. Ein Experiment zu „Grün“:
In bereitgestellten Schälchen können die Kinder ein Wattepad in eingefärbtes Wasser tauchen, die Kinder beobachten konzentriert und fasziniert wie sich die Watte vollsaugt und grün wird.
Wir malen mit grüner Farbe, lernen Fingerspiele und Reime zur jeweiligen Farbe, singen Lieder, z. B. „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider“, kochen grüne Götterspeise und essen diese aus grünen Schälchen. Gemeinsam mit den Eltern schließen wir die Farbe grün ab. Die Eltern habe die Aufgabe, die Kinder in der Abschlusswoche grün zu kleiden.

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ANSPRECHPARTNER

Städtischer Kindergarten Weidach
Wittkenstr. 6
96465 Neustadt
Telefon 09568 7888

Träger:
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