Boderndorf

Mit der Ersterwähnung von 1149 gehört Boderndorf zu den ältesten Dörfern im Neustadter Bereich. Die Urkunde von 1149, in der Boderndorf, Brüx, Plesten und Weimersdorf erstmals erwähnt werden, ist (von der gefälschten Urkunde über Kemmaten von 1147 abgesehen) die älteste für dieses Gebiet. Es handelt es sich um eine Bestätigung des zuständigen Diözesanbischofs Siegfried von Würzburg über die Gründung eines Benediktinerklosters in Mönchröden durch den Burggrafen Hermann von Meißen und seinen Bruder, den Grafen Sterker.

Unter den Orten, die dem Kloster übergeben werden, wird auch "Lidebolde" genannt. In einer Urkunde aus der Zeit zwischen 1165 und 1171 taucht ein Ort namens "Zibboda" auf.  Beide werden von der Forschung (vgl. Heins: Mönchröden) mit Boderndorf gleichgesetzt.

Das Türkensteuer-Register von 1501 (für alle Orte der Pflege Coburg) zählt für Boderndorf sechs Güter auf; außerdem befand sich ein Knecht im Dorf.

Der „Klosenhof“ (ein beeindruckender Fachwerkbau, heute unter Denkmalschutz) trägt die Jahreszahl 1718.
 
Die Ziegelei in Boderndorf wurde als eine der ersten Ziegelhütten unserer Gegend 1602 mit Genehmigung des Herzogs Johann Casimir von Veit Eckart erbaut. Sie hatte zwei Brennöfen, einen für Kalk und einen für Backsteine. Noch heute gibt es in Boderndorf Gebäude, die mit Ziegeln aus dieser Brennerei errichtet wurden. Doch diese alte Fabrikationsstätte, die sich an der Straße nach Wellmersdorf auf der rechten Seite oberhalb des Dorfteiches befand, brannte am 24. Mai 1913 in den frühen Morgenstunden mitsamt den landwirtschaftlichen Anwesen, in die sie mit einbezogen war, ab. Insgesamt wurden damals drei landwirtschaftliche Anwesen und eine Scheune ein Raub der Flammen. Vor dem Brand hatte Boderndorf 12 Häuser gezählt.

Boderndorf wurde zum 1. Januar 1974 nach Neustadt eingemeindet.

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