Neustadter Obstlehrpfade und Streuobstwiesen

Streuobstbestände bereichern das Landschaftsbild und sind wichtig für die Biodiversität sowie für das Kleinklima. Mit ihrer Attraktivität unterstützen sie die Naherholung und den naturnahen Tourismus. Daneben leistet der Streuobstanbau auch für die Eigenversorgung mit gesundem Obst und durch die Herstellung vielfältiger regionaler Streuobstprodukte bis heute einen wichtigen Beitrag zu gesunder, regionaler Ernährung.

Auch die hohe Beiteiligung am Bürgerbegehren „Rettet die Bienen“ zeigt, dass in der breiten Bevölkerung ein Umdenken hinsichtlich der Erhaltung der biologischen Vielfalt stattfindet.

In Neustadt entstehen nach und nach an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Streuobstflächen und Blühwiesen. Sie bilden nicht nur für die Natur einen echten Mehrwert. 
Bürger und Gäste sind herzlich dazu eingeladen, vom Obst zu naschen, es zu leeren, mitzunehmen und zu verarbeiten. 

Gartenliebhaber können sich von den vielfältigen Sorten bei der Gartengestaltung inspirieren oder bei der endgültigen Entscheidungsfindung helfen lassen.
Besonders der Erhalt alter Sorten steht im Vordergrund, die teilweise nicht nur robuster und weniger krankheitsanfällig sind sondern auch durch ihren hohen Polyphenolgehlat  von Allergikern gut vertragen werden.
Allgemein bilden Streuobstflähen und Blühwiesen einen Schatz an genetischer, geschmacklicher und gesunder Vielfalt, den es zu erhalten gilt.

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Obstlehrpfade gehören zu den Streuobsbeständen einer Kulturlandschaft. Charakteristisch ist die doppelte Nutzung mit Obstanbau und einer Unterkultur als Wiese, Weide, Acker oder Garten sowie verschiedene Obstarten, Sorten und Altersstufen auf einer Fläche. 

Die Obstbäume stehen in Gärten und Ortsrändern, auf Feldern, Wiesen und Weiden gewissermaßen über die Landschaft „ge- oder verstreut“. Davon leitet sich der Begriff Streuobst ab.

Derzeitige Schwerpunkte des bayerischen Streuobstanbaus liegen weitgehend in Franken. Auch wenn in Franken vom Streuobstanbau geprägte Kulturlandschaften vielerorts noch das Landschaftsbild mit gestaltet, darf nicht übersehen werden, dass viele Bestände stark überaltert sind und über kurz oder lang verschwinden, wenn die Vberjüngung mittels Neupflanzungen nicht rasch eingeleitet wird.

In Neustadt bei Coburg werden die Streuobstbestände kontinuierlich vergrößert und gepflegt, Initiatoren sind zum einen die Stadtverwaltung, zum anderen lokale Obst- und Gartenbauvereine.

Nahrungsraum und Herbege: Streuobstiwesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Zusammen genommen kommen viele mittlerweile seltene Tier- und Pflanzenarten im Streuobst vor. Viele davon stehen auf der roten Liste, d.h. sie sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Heute stellen Streuobstwiesen wichtige Ersatzlebens- und Rückzugsräume für früher verbreitete Arten der offenen Kulturlandschaft dar.

Extensiv genutzte Bestände mit großwüchsigen Obstbäumen und Wiesen, Weiden, Acker und Sonderkulturen im Unterwuchs ergeben ein halboffenes Landschaftselement, das sowohl von Arten des Offenlands als auch von Arten der lichten Wäldern besiedelt wird. Streuobstbestände sind für Vögel, Fledermäuse, Insekten, Spinnen sowie Moose und Flechten von besonderer Bedeutung. Für die hohe Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist die ursprüngliche extensive Bewirtschaftung mit einem hohen Anteil an Blütenpflanzen bis in den Herbst ausschlaggebend.

Streuobstbestände bereichern somit  die Landschaft und sich wichtig für die Biodiversität sowie für das Kleinklima.

Birnen enthalten wenig Fett und Eiweiss, sind aber reich an Kohlenhydraten und weisen einen mittelhohen Zuckergehalt auf. Trotz des relativ hohen Zuckergehalts können Birnen bei Diabetes hilfreich sein und zur Gesundheit von Darm, Magen und Haut beitragen.

Ein durchschnittlich großer Apfel hat über 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen in und unter seiner Schale. Dabei hat er einen hohen Wassergehalt und wenig Kalorien. Der Apfel ist gut zum Darm, Trauben- und Fruchtzucker liefern schnell Energie. 

Ein wichtiger Inhaltsstoff des Apfels ist neben den zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen das Pektin. Der lösliche Ballaststoffe kann den Cholesterinspiegel senken, Schadstoffe binden und wieder ausschwemmen, indem er Gallensäure im Darm bindet. Zudem wirkt Pektin regulierend auf die Darmtätigkeit, da es im Darm aufquillt und Wasser bindet. Aus diesem Grund ist geriebener Apfel auch ein beliebtes Hausmittel bei Durchfall. Auch gegen Übelkeit kann der Ballaststoff helfen.

Im Volksmund sagt man nicht umsonst: Ein Apfel am Tag – Arzt gespart!

Eine Allergie gegen Obst kann man nicht verallgemeinern, da die meisten Menschen nicht auf jede Obstsorte reagieren sondern zumeist nur auf spezielle Obstsorten. Bei älteren Sorten treten selten Reize auf.

Apfelallergie: Verträglichkeits-Check durch den Lippentest
Allergiker können Äpfel gekocht oder gebacken unbesorgt essen. Wollen sie jedoch einen rohen Apfel essen, können sie testen, ob sie diesen überhaupt vertragen. Bekannt ist der sogenannte "Lippentest": Dazu aus dem ungeschälten Apfel ein kleines Stück herausschneiden und an die Lippen halten. Dann abwarten, ob das Immunsystem allergisch reagiert. Schwillt die Lippe leicht an oder ist ein Jucken oder Brennen zu vernehmen, sollte der Apfel auf keinen Fall gegessen werden.

Doch muss man wegen einer Apfelallergie ganz auf die beliebte Frucht verzichten? Nicht unbedingt: Je mehr Polyphenole nämlich in einem Obst stecken, desto verträglicher ist er.
Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Sie finden sich im Apfel besonders in der Schale und direkt darunter und gelten als sehr gesundheitsfördernd. Einige Polyphenole wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend und krebsvorbeugend. Ein hoher Gehalt an Polyphenolen trägt außerdem dazu bei, dass Apfelallergiker die entsprechenden Apfelsorten meist problemlos vertragen können.

Obst ist nicht nur sehr gesund, es gibt auch unzählige Möglichkeiten, es im Speiseplan fest zu integrieren:

  • Marmeldade & Gelee
  • Eingemachtes (Kompott & Grütze)
  • Obstsalat
  • Obstmus
  • Dörrobst
  • Most & Wein
  • Kuchen & Torten
  • Eis & Schokofrüchte
  • Saft & Limonade
  • Shakes & Smoothies
  • Likör & Schnaps 
  • Tee & Heilmittel für die Hausapotheke
  • ...

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