Geschichte

Die Stadt Neustadt entstand mit dem Bau einer Zollburg an der Rödenfurt im zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts.

© Archiv Neustadt bei Coburg

Begünstigt durch ihre Lage an der Judenstraße, einer großen Handelsstraße, die Nord- und Süddeutschland miteinander verband, konnte sie sich bald zu einem Marktflecken entwickeln, wie eine Urkunde vom Jahre 1248 beweist. Neustadt besaß bereits im Jahre 1316 Stadtrechte.

Zum Schutz der Bürger ließ der Rat der Stadt schon recht früh eine Stadtmauer mit fünf befestigten Torhäusern errichten. Trotz dieser Befestigung waren die Bürger größeren Heerscharen nicht gewachsen.

In den Jahren 1636 und 1839 wüteten große Stadtbrände und legten jeweils fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche.

Für die Stadtgründung zeichneten die Grafen von Andechs, Herzöge von Meranien, verantwortlich, denen 1248 die Grafen von Henneberg folgten. Im Jahre 1291 wurden sie von den askanischen Markgrafen von Brandenburg abgelöst, 1316 übernahmen wieder die Grafen von Henneberg das Land, bis es schließlich 1353 an die Wettiner kam.

So schenkte auch Friedrich der Strenge, Markgraf von Meißen, im gleichen Jahr der Stadt den doppelschwänzigen, rot bewehrten schwarzen Löwen als Stadtwappen.

Im Jahre 1485 teilten sich die Brüder Ernst und Albert aus dem Hause Wettin ihr Land und Neustadt kam zu dem Besitzungen der sogenannten "Ernestinischen Linie", bei der es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges verblieb.

Von 1918 bis 1920 gehörte Neustadt zum Freistaat Coburg, bis es schließlich im Jahre 1920 durch die Volksabstimmung im November 1919 zum Freistaat Bayern kam.

Schon frühzeitig beschäftigten sich die Bewohner der Stadt mit dem Schnitzen von Gebrauchsgegenständen. Im 17. und 18. Jahrhundert bürgerten sich die Weberei und die Nagelschmiedekunst ein. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts gingen immer mehr Bewohner zur Fertigung von Puppen über. In der Folgezeit wurde die Puppenherstellung in Neustadt fortwährend verbessert, sowie das Angebot um andere Spielsachen erweitert. Glasbläser aus dem nahen Thüringer Wald ergänzten diesen Erwerbszweig, indem sie nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Fertigung von Christbaumschmuck in Neustadt begannen.

Durch die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Neustadt zur Grenzstadt. Im Zuge der Gebietsreform verlor Neustadt die im Staatsvertrag mit Bayern von 1920 garantierte Kreisfreiheit und wurde zum 1. Juli 1972 als "Große Kreisstadt" in den Landkreis Coburg eingegliedert. Nicht weniger als 21 Stadtteile gehören seit dem 1. Mai 1978 zur Stadt.

Der sicherlich wichtigste Tag in der Geschichte der „Bayerischen Puppenstadt” war der 12. November 1989. An diesem Tage fiel die Grenze zur Nachbarstadt Sonneberg in Thüringen und Neustadt rückte wieder in die Mitte Deutschlands.

Ihr Beitrag zur Stadtgeschichte

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